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Ja   nein   

Mondmeer

In aller Stille,erfüllt von Einsamkeit,
senkt sich die Nacht herab, über das Meer.

Gedankenverloren steht eine einsame Gestalt

am Strand,
schwerelos versunken in einem Traum.
Kalter Wind weht durch ihr Haar,
durch ihre spärliche Kleidung,
unbemerkt.

Sterne leuchten am Firmament auf,
aber sie bleiben ihrem Blick verborgen.
Die Flut steigt,
Wasser umspült ihre Füße.
Dafür hat sie nun kein Gefühl mehr.

Versunken in Träumen einer vergangenen Zeit.
Sie spürt die Romantik der Erinnerungen,
die Bedrohung der Zukunft
und ist erfüllt von Schmerz.

In ihrem Inneren ist sie aufgewühlt,
aufgewühlt wie das Meer zu ihren Füßen.
Und doch steht sie still.
Denn sie sehnt sich nach Ruhe.
Nur die Elemente um sie herum sind erfüllt

mit Leben.

Ihr Blick schweift in die Ferne
und sie erkennt den Mond,
wie er stolz und unerreichbar auf sie

herabschaut.

Sein Leuchten spiegelt sich im Meer
und ihre Aufmerksamkeit wird von dieser

Schönheit gefesselt. Vom silbrigen Licht
auf den tanzenden Wellen.

Ein innerer Friede erfasst sie.
Sie bewegt sich dorthin,
zu der Stelle, wo Mond und Meer

sich vereinen.

Sie spürt kein kaltes Wasser,
sie spürt keinen kalten Wind,
Sie spürt nicht, wie der Sog nach ihr greift,
sie spürt nicht das Schwinden ihrer Kräfte.

Nun ist sie am Ziel, gelöst von

all ihren Qualen,
frei von all ihren Ängsten und sie

gibt sich auf, im Mondmeer

Du wirst du!

Du wirst du!
Du liegst an einem See.
Es ist später Abend.
Kurz vor Weihnachten.
Es ist dunkel und
ein kühler Wind weht,
dir unter den Beinen,
über die Wangen.
Und ein kaltes armes Gefühl
weht dir durch den Körper.
Es ist schön,
grausam schön,
du bist endlich allein.
Deine ganzen 21 Jahre die du lebtest,
warst du nicht du.
Vielleicht die ersten 5-6 Jahre,
dann wolltest du immer
überall, bei allen
so sein wie die Norm,
so sein wie ein Blatt Papier,
aus dem die Leute alles machen,
machen können was sie wollen.
Liegst du so am Abhang,
die Füße gen Wasser,
so denkst du nach:
Wer bist du?
Was sollst du hier?
Was bist du? und:
Warum bist du...
Bist du dann du?
Lebst du dich?
Nutzt du dein Leben?
Du bist der, der du sein sollst.
Sagst danke, bitte, ja und amen.
Es kommt der Tag
an dem du willst das du du bist
Willst leben, dein Leben.
Auch wenn du nicht weisst warum.
Man kennt das nicht von dir,
das darfst du nicht.
Ist es Angst, Liebe, Not?
Wärst du nicht genauso?
Versuchst mit dir klar zu kommen,
schreisst, weinst, lachst.
Lebst du?!
Stirbst du!?
Am besten du bist du,
scheiss drauf, was andere sagen.
Zieh es durch und mach nichts,
nichts halbes.
Ganz oder garnicht.
So ist es mit einem Ziel,
so ist es mit deiner Art.
Es ist so mit der Liebe,
es ist so mit dem Leben.
Bist du Pessimist,
Darfst du Optimist.
Du willst Leben,
Du wirst du sein

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